Großreinemachen: Für Haus und Geist

Großreinemachen: Für Haus und Geist

Mit Frühling in Aussicht ist es wieder Zeit, das Haus zu reinigen. Aber auch ein "ordentlicher Geist" sorgt für Ruhe und Ordnung. Lesen Sie mehr darüber in unserem neuen Blog von Linda Canter

Großreinemachen: Für Haus und Geist

Nur noch ein paar Wochen, und dann ist er wieder da: der Frühling. Was heißt in ein paar Wochen: der meteorologische Frühling hat bereits angefangen. Für viele Menschen bedeutet der Frühling Großreinemachen. Logisch, denn bei den meisten von uns sieht es zu Hause im Winter ganz anders aus als im Sommer. Im Winter freuen wir uns auf einen behaglichen Abend beim Kamin auf der Couch, unter einer Decke, mit einem guten Glas. Oder mit einer herrlichen Tasse Kakao und einem guten Buch. Aber wenn der Frühling sich ankündigt und die Schneeglöckchen ihre Köpfchen aus der Erde stecken, dann möchten wir am liebsten alle Türen und Fenster öffnen und jeden einzelnen Sonnenstrahl ins Haus holen. Weg mit den Wollkissen, rein mit den frischen Farben.

Wenn im Garten die Tulpen und Narzissen sich wieder zeigen werden bei uns zu Hause die behaglichen Wintersachen wieder verstaut. Im Winter zünde ich jeden Abend nach dem Abendessen eine Kerze an, im Frühling und Sommer kommt keine einzige Kerze ins Haus. Das Bedürfnis nach Frühling und Sonne kommt bei mir zusammen mit dem Bedürfnis nach Großreinmachen. Und bin nicht die einzige die das so empfindet.

 

 

Ruhe im Haus, Ruhe im Kopf

Eines der populärsten Selbsthilfebücher zurzeit stammt von der japanischen Aufräumberaterin Marie Kondo. Ihr Buch The life-changing magic of tidying up (deutsche Übersetzung: Magic Cleaning: Wie Wohnung und Seele aufgeräumt bleiben) sorgt für leere Schränke und volle Gebrauchtwarengeschäfte. Ihr Grundgedanke ist einfach: legen Sie alles was Sie haben auf den Boden und fragen Sie sich bei jedem Produkt: bereitet es mir Freude? Wenn das kaum der Fall ist, kann es weg. Selbstverständlich brauchen Sie nicht ihren Lieblingspullover wegzuschmeißen, aber Sie besitzen einfach viele Sachen, die Sie eigentlich nicht brauchen. Kondo ist gnadenlos: weg mit dem Zeug! Na ja, Zeug. Kondo meint, es gehe um einen spirituellen Prozess, wobei die Sachen auch eine Seele hätten. Mir ist das zu nebulös, aber ich bin mit ihr der Meinung, dass ein aufgeräumtes Haus viel Ruhe gibt. So wird bei uns zu Hause bevor die Kinder ins Bett gehen, das Spielzeug aufgeräumt. In meinem leichten, skandinavischen Interieur liegt abends nicht irgendwo ein Playmobil-Männchen rum.

 

Gebrauchtwaren ein neues Leben schenken

Es ist reine Verschwendung Gebrauchtwaren einfach als Müll zu entsorgen. Make-up und Pflegeprodukte gehen deshalb zur Lebensmittelbank, gelesene Bücher zum Antiquariat, Poster, altes Geschirr, Backenwerkzeug und Vasen zum Gebrauchtwarengeschäft. Die Kleidung meiner Kinder geht zum Gebrauchtwarenladen für Kleidung. Lampen kommen auf eBay und manchmal biete ich über Facebook Sachen umsonst an. So bereitet man mit seinen alten Sachen sehr unterschiedlichen Menschen eine Freude. Gleichzeitig bringt das einem selber auch etwas: Ruhe und Platz. Marie Kondo ist der Meinung, dass die Basis zu Hause ruhig sein soll, also im Haus sollen nicht die Sachen dominieren. Ich bin vollständig damit einverstanden. Aber eine gute Freundin, die in Ihrem Interieur viele alte Sachen mit vielen bunten Farben gesammelt hat, hält das für Unsinn. Also versuche ich ihr meine alten Wollkissen zu verkaufen. So hat jeder seine Freude!

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