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In diesem Guide erfährst du, wie du cannabis decarboxylieren kannst, um THC und CBD für Edibles, Öle und Tinkturen freizusetzen – sauber, effizient und mit möglichst wenig Geruch.
Was bedeutet „Cannabis decarboxylieren“?
Frische Blüten enthalten Cannabinoide überwiegend in ihrer inaktiven, sauren Form: THCA und CBDA. Durch Hitze und Decarboxylierung spaltet sich die Carboxylgruppe (CO2) ab – übrig bleiben die aktiven Formen THC bzw. CBD. Erst dann können sie optimal mit deinem Endocannabinoid-System interagieren.
Mehr Bioverfügbarkeit: Der Körper kann THC/CBD besser aufnehmen.
Aktive Wirkung: Das „High“ entsteht erst nach der Aktivierung von THCA.
Flexibilität: Perfekt für Edibles, Öle, Tinkturen und Kapseln.
Beim Rauchen/Vapen passiert das automatisch. Für Edibles & Co. musst du cannabis decarboxylieren, bevor du es weiterverarbeitest.
Temperaturen & Zeiten: der Sweet Spot beim Cannabis decarboxylieren
Grundregel: Je höher die Temperatur, desto kürzer die Zeit – aber zu heiß zerstört Cannabinoide und Terpene. Ein Ofen- oder Fühlerthermometer ist Gold wert.
Optimale Temperaturen und Zeiten zum Cannabis decarboxylieren für THC und CBD.
Umwandlung
Temp.-Bereich
Richtzeit
Hinweise
THCA → THC
105–116 °C
30–45 Min.
Max. ~120 °C, schonend für Terpene
CBDA → CBD
~140 °C
~60 Min.
Längere Zeit nötig als bei THC
Sous-Vide
93–95 °C
100–120 Min.
Sehr gleichmäßig & geruchsarm
Methoden Schritt für Schritt
1) Backofen (einfach & beliebt)
Vorbereiten: Ofen vorheizen. Blüten grob zerkleinern (nicht zu fein, sonst bitter) – am besten mit einem Grinder. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech streuen.
Geruch & Schonung: Locker mit Alufolie abdecken oder ein hitzefestes Glas mit losem Deckel verwenden. Glas alle 15 Min. kurz schütteln.
Temperatur/Zeit: Für THC 105–116 °C für 30–45 Min.; für CBD ~140 °C ca. 60 Min.
Feuchte Blüten: Etwas länger einplanen. Trockene Blüten ggf. etwas kühler fahren.
Fertig: Goldbraun, trocken-krümelig, aromatisch – nicht verbrannt. Komplett auskühlen lassen.
2) Wasserbad (Sous-Vide)
Setup: Blüten grob zerkleinern, in hitzebeständigen Beutel vakuumieren.
Bad: 93–95 °C für 100–120 Min. Der Beutel muss unter Wasser bleiben (Gewicht/Klammer).
Vorteil: Sehr gleichmäßige Aktivierung, kaum Geruch, kein Anbrennen.
3) Herb Cooker / Decarboxylator
Spezialgeräte steuern Temperatur und Zeit automatisch und eignen sich oft auch für Infusionen und Extraktionen.
Plus: Ein-Knopf-Bedienung, reproduzierbare Ergebnisse, häufig geruchsarm.
Von Blüte zu Butter & Öl: so klappt die Infusion nach dem Cannabis decarboxylieren
THC ist fettlöslich. Für spürbare Effekte empfiehlt sich die Infusion in Fett:
Cannabutter: Decarboxylierte Blüten in geschmolzener Butter bei niedriger Hitze 1–2 Std. ziehen lassen, dann fein abseihen.
Öl (z. B. Kokos-/Olivenöl): Gleicher Ablauf wie bei Butter. Ideal für Tinkturen, Kapseln & Edibles.
Warum abseihen? Weniger Magenbeschwerden, sauberer Geschmack, bessere Dosierbarkeit.