Auch für E-Zigaretten wird eine neutrale Verpackung vorgeschrieben sein.

  • , Von Willy van Knippenberg
  • 2 min Lesezeit
Neutrale verpakking

Alle Tabakwaren müssen in neutralen, einheitlichen Verpackungen verkauft werden. Die Regierung möchte, dass dies auch für elektronische Verdampfungsprodukte wie E-Zigaretten gilt.

Staatssekretär Blokhuis vom Gesundheitsministerium hat einen Verordnungsentwurf veröffentlicht, der besagt, dass E-Zigaretten und Zigarren ab dem 1. Oktober in neutralen Verpackungen verkauft werden müssen.

„Zigarren und elektronische Verdampfungsprodukte sind keine normalen Produkte“, schreibt Blokhuis. „Daher gibt es keinen Grund, die Verpackung von Zigarren und elektronischen Verdampfungsprodukten nicht neutral zu gestalten, um ihre Attraktivität zu verringern.“

Diese Regelung gilt für alle E-Zigaretten und verwandte Produkte. „Elektronische Verdampfungsprodukte sind wie folgt definiert: E-Zigaretten, Nachfüllpackungen, nikotinfreie E-Zigaretten, nikotinfreie Nachfüllpackungen und nikotinfreie Kartuschen. Für die Verpackung all dieser Produkte werden zusätzliche Anforderungen gestellt.“

Neutrale Verpackung

Laut Blokhuis ist der Konsum von E-Zigaretten unter Jugendlichen sehr hoch. „Es ist wichtig, junge Menschen davor zu bewahren, von einem Produkt abhängig zu werden, das an sich schädlich ist und den Einstieg in den Tabakkonsum erleichtern kann. Daher ist es wünschenswert, den Konsum von E-Zigaretten unter Jugendlichen einzudämmen.“

Der Vorschlag baut auf dem Nationalen Präventionsabkommen auf, das eine Reihe von Maßnahmen zur Raucherprävention umfasst, darunter die Einheitsverpackung . Diese sieht eine einheitliche, graugrün-braune Farbe für Zigarettenverpackungen vor. Sie wurde bereits in Großbritannien, Irland, Frankreich, Ungarn, Norwegen, Australien und Neuseeland eingeführt. Ziel ist es, das Rauchen unattraktiv zu machen und bis 2040 den Anteil der Raucher unter Jugendlichen und maximal 5 Prozent der Erwachsenen zu reduzieren.

Es handelt sich um eine Fortsetzung der vor zwanzig Jahren eingeführten Anti-Raucher-Politik. 2002 trat ein Werbeverbot in Kraft, gefolgt von einem Rauchverbot am Arbeitsplatz und im Gastgewerbe. Die Gesundheit der nichtrauchenden Mitarbeiter stand dabei im Vordergrund. Anfänglich wurden Ausnahmen für Betriebe wie kleinere Gastronomiebetriebe und solche mit Raucherbereichen am Arbeitsplatz toleriert. Auch diese werden nun schrittweise abgeschafft. 2014 wurde das Mindestalter für den Verkauf von Tabakwaren von 16 Jahren (gültig seit 2003) auf 18 Jahre angehoben. Hersteller sind verpflichtet, abschreckende Bilder auf einem Teil der Verpackung anzubringen. Die Niederländischen Bahnen (NS) wollen alle ihre Bahnhöfe rauchfrei machen.

Bis 2025 komplett rauchfrei

Blokhuis hat die Eindämmung des Rauchens durch das Nationale Präventionsabkommen zu einer Priorität erklärt. So sind Supermärkte beispielsweise seit dem 1. Juli verpflichtet, alle Tabakwaren außer Sichtweite zu lagern. Ab dem 1. Januar 2021 gilt dies auch für andere Verkaufsstellen wie Tankstellen. Nur Fachgeschäfte, die mindestens drei Viertel ihres Umsatzes mit Tabakwaren erzielen, dürfen diese weiterhin ausstellen. Zigarettenautomaten müssen bis 2023 schrittweise abgeschafft werden.

Schulhöfe, alle 400 Streichelzoos, alle 12.000 Kindertagesstätten und 2.500 Sportvereine müssen rauchfrei werden. Dies gilt auch für drei Viertel der Spielplätze, die – wie alle Sportvereine – bis 2025 rauchfrei sein müssen.

Um Rauchern beim Aufhören zu helfen, werden Unterstützungsleistungen von der obligatorischen Grundkrankenversicherung übernommen.

Quelle: https://www.volkskrant.nl/nieuws-achtergrond/neutrale-verpakking-wordt-ook-voor-de-sigaar-en-e-sigaret-verplicht~b23d9dfd/

Tags

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Blogbeiträge

Anmeldung

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?

Sie haben noch kein Konto?
Konto erstellen

Loading WhatsApp button...