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Mit dem San Pedro – Trichocereus Pachanoi Growkit holst du dir ein Komplettset nach Hause, um diese legendäre Kakteenart selbst zu züchten. Dieses Set enthält frische Kakteensamen, eine Keimschale und eine speziell abgestimmte Bodenmischung für eine erfolgreiche Keimung. Diese historische Pflanze vom allerersten Samen an aufzuziehen, ist ein zeitaufwendiges, aber besonders erfüllendes botanisches Projekt.
Der San Pedro Pachanoi Kaktus (Echinopsis pachanoi, früher bekannt als Trichocereus pachanoi) ist ein robuster, säulenförmiger Kaktus, der ursprünglich aus den Hochlagen der Anden in Südamerika stammt. Die Pflanze ist in Ländern wie Peru, Ecuador, Bolivien und dem Norden Argentiniens heimisch. In der Welt der Kakteen ist diese Art als einer der am schnellsten wachsenden Kakteen überhaupt bekannt. Das erspart dir jahrelanges Warten im Vergleich zu extrem langsam wachsenden Arten wie dem Peyote.
Der Kaktus hat wunderschöne, gerippte Triebe, die meist hell- bis dunkelgrün gefärbt sind und im Alter einen bläulichen Schimmer entwickeln können. In den Sommermonaten bringt die Pflanze große, duftende weiße Blüten hervor, die sich ausschließlich nachts öffnen. Den Namen „San Pedro“ erhielt die Pflanze von spanischen Eroberern, als sie deren spirituelle Eigenschaften erkannten. Sie benannten ihn nach dem Apostel Petrus, dem Torwächter des Himmels. Biologisch einzigartig macht diesen Kaktus das natürliche Vorkommen des psychoaktiven Alkaloids Meskalin (etwa 0,8 % des Trockengewichts), das sich hauptsächlich direkt unter der Außenhaut befindet.
Die erfolgreiche Zucht dieses traditionellen südamerikanischen Kaktus erfordert ein präzises Vorgehen. Befolge diese Schritte genau, um deine Keimschale optimal vorzubereiten.
Bohre zuerst 25 kleine Löcher in den Boden der Kunststoffschale. Das ist wichtig, damit überschüssiges Wasser abfließen kann und die Wurzeln nicht faulen. Verteile danach den mitgelieferten Kies gleichmäßig auf dem Boden, bis dieser vollständig bedeckt ist. Dies sorgt für eine gute Drainage.
Mische die mitgelieferte Blumenerde mit dem Sand und dem Perlit und fülle die Mischung in den Behälter. Sterilisiere den Mix anschließend, um schädliche Mikroorganismen und Pilze abzutöten. Das klappt in der Mikrowelle für 35 Minuten auf niedriger Stufe oder im vorgeheizten Ofen für 60 Minuten. Lass die Mischung danach vollständig abkühlen.
Befeuchte die abgekühlte Erde gut, aber achte darauf, dass sie nicht klatschnass wird. Besprühe die Oberfläche ein paar Mal mit einer Sprühflasche, warte kurz und wiederhole den Vorgang. Du kannst die Feuchtigkeit prüfen, indem du ein wenig Erde nimmst und sie zusammendrückst – es darf kein Wasser herausstropfen.
Jetzt kannst du die Samen in die Erde setzen. Nimm einen Bleistift und drücke die Samen mit der Spitze ganz vorsichtig etwa 2 bis 5 Millimeter tief in den Mix. Die meisten Samen keimen innerhalb von zwei Wochen, wobei es bei manchen auch 4 bis 6 Wochen dauern kann. Die Zucht braucht Zeit – hab Geduld.
Nach dem Einpflanzen ist die richtige Pflege entscheidend, damit die Samen erfolgreich keimen und die Pflanzen gesund bleiben.
Die beste Temperatur für die Keimung liegt stabil zwischen 20 und 28 °C. Achte darauf, dass es nicht heißer als 28 °C wird, da zu viel Hitze den jungen Organismen schaden kann.
Halte die Keimschale gut verschlossen, damit die Feuchtigkeit hoch bleibt und die Erde nicht austrocknet. Sobald die ersten winzigen Kakteen sichtbar werden, bohrst du ein paar Löcher in den Deckel. Füge jede Woche weitere Löcher hinzu, damit die Luftfeuchtigkeit langsam sinkt. Nach zwei Monaten sind die Pflänzchen stark genug und der Deckel kann ganz runter.
Sobald die Kakteen die ersten empfindlichen Monate überstanden haben, beginnt die Phase der Langzeitpflege. Hierbei gelten folgende Regeln:
In traditionellen schamanischen und religiösen Zeremonien folgt die Zubereitung des San Pedro einem sorgfältigen Ablauf. Das Fruchtfleisch wird entweder roh gegessen oder lange gekocht, um daraus einen Tee zu brauen. Die Erfahrung mit dem San Pedro Kaktus wird in historischen Berichten als eine harmonische und erhellende Reise beschrieben, die den Blick nach außen richtet. Während alternative traditionelle Gebräue wie Ayahuasca einen konfrontativen Blick nach innen erzwingen, hilft Huachuma – der indigene Name für San Pedro – dabei, sich mit der Welt um einen herum zu verbinden. Es hilft dir, zum Kern zurückzukehren, persönliche Blockaden zu überwinden und Ruhe zu finden.
Die ersten Effekte treten meist 1 bis 2 Stunden nach dem Verzehr auf nüchternen Magen ein und halten insgesamt 8 bis 15 Stunden an. Ein typisches Merkmal ist die starke Schärfung aller Sinne. Farben und Geräusche werden viel intensiver wahrgenommen. Oft entsteht eine erhöhte Lichtempfindlichkeit, bei der die Umgebung in einem sanften, himmlischen Glanz zu strahlen scheint. Auch Emotionen werden stark verstärkt, wobei Gefühle von tiefer Verbundenheit und reiner Liebe leicht ihren Weg nach außen finden. Im Vergleich zum Peyote-Kaktus wird die Erfahrung mit San Pedro oft als angenehmer und ruhiger empfunden. Der Geschmack ist weniger bitter, wodurch Übelkeit zu Beginn seltener auftritt und die psychotrope Erfahrung den Körper weniger belastet.