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Mit dem Peyote Lophophora Williamsii Growkit holst du dir ein Komplettset nach Hause, um diese legendäre Kakteenart selbst zu züchten. Dieses Set enthält 20 frische Peyote-Kakteensamen, eine Keimschale und eine speziell abgestimmte Bodenmischung für eine erfolgreiche Keimung. Diese historische Pflanze vom allerersten Samen an aufzuziehen, ist ein zeitaufwendiges, aber besonders erfüllendes botanisches Projekt.
Der Peyote-Kaktus (Lophophora williamsii) ist ein kleiner, kugelförmiger Kaktus ohne Stacheln, der von Natur aus in einer kompakten, knopfartigen Form wächst. Die Pflanze blickt auf eine reiche und jahrtausendealte Geschichte zurück, die tief in der Kultur der Azteken und anderer indigener Völker in Zentral- und Nordamerika verwurzelt ist. Während früher Entdeckungsreisen stießen Reisende auf diese einzigartige Pflanze und ihren rituellen Gebrauch, was damals für großes Erstaunen sorgte. Später zeigten auch Botaniker, Ärzte und Pharmakologen großes Interesse an den spezifischen Eigenschaften dieser traditionellen Art. Was diesen Kaktus weltweit bekannt macht, ist das natürliche Vorkommen des psychoaktiven Alkaloids Meskalin. Diese organische Verbindung befindet sich hauptsächlich im Gewebe direkt unter der Haut des Kaktus. Da diese Kakteenart in freier Wildbahn immer seltener wird, hilft die private Aufzucht dabei, diese schützenswerte Pflanze zu erhalten.
Die erfolgreiche Zucht von Kakteen erfordert ein präzises Vorgehen. Befolge die untenstehenden Schritte genau, um dein Growkit optimal vorzubereiten.
Bohre zuerst 25 kleine Löcher in den Boden der Kunststoffschale. Dies ist wichtig, damit überschüssiges Wasser abfließen kann und Wurzelfäule verhindert wird. Verteile danach den mitgelieferten Kies gleichmäßig auf dem Boden, bis dieser vollständig bedeckt ist. Dies bildet die Basis für eine gute Drainage.
Mische die mitgelieferte Blumenerde mit dem Sand und dem Perlit und fülle diese Mischung in den Behälter. Sterilisiere den Mix anschließend, um schädliche Mikroorganismen und Pilze abzutöten. Das geht in der Mikrowelle für 35 Minuten auf niedriger Stufe oder in einem vorgeheizten Ofen für 60 Minuten. Lass die Mischung danach vollständig abkühlen.
Befeuchte die abgekühlte Erde gut, aber achte darauf, dass sie nicht klatschnass wird. Besprühe die Oberfläche ein paar Mal mit einer Sprühflasche, warte kurz und wiederhole den Vorgang. Du kannst die Feuchtigkeit prüfen, indem du ein wenig Erde in die Hand nimmst und drückst. Es darf kein Wasser heraustropfen.
Jetzt kannst du die Samen in die Erde setzen. Nimm einen Bleistift und drücke die 20 Samen mit der Spitze ganz vorsichtig etwa 2 – 5 Millimeter tief in die Mischung. Die meisten Samen keimen innerhalb von zwei Wochen, wobei dieser Prozess bei manchen Samen auch etwas länger dauern kann (bis zu 4 – 6 Wochen). Die Zucht braucht Zeit – du musst geduldig sein.
Nach dem Pflanzen ist die richtige Pflege entscheidend, damit die Samen erfolgreich erwachen und die Pflanzen gesund bleiben.
Die beste Temperatur für die Keimung liegt stabil zwischen 20 und 28 °C. Achte darauf, dass die Temperatur 28 °C nicht überschreitet, da zu viel Hitze die jungen Organismen schädigen kann.
Halte die Keimschale gut verschlossen, damit die Luftfeuchtigkeit hoch und der Bodenmix feucht bleibt. Sobald die ersten winzigen Kakteenbabys sichtbar werden, bohrst du ein paar Löcher in den Deckel. Füge jede Woche weitere Löcher hinzu, damit die Luftfeuchtigkeit langsam sinkt. Nach zwei Monaten sind die Pflänzchen stark genug und der Deckel kann komplett entfernt werden.
Wenn die Kakteen die ersten empfindlichen Monate überstanden haben, beginnt die Phase der Langzeitpflege. Hierbei gelten folgende Richtlinien:
In traditionellen spirituellen Zeremonien wird der ausgewachsene Peyote-Kaktus wegen seiner tiefgreifenden Wirkung verwendet. Anwender schneiden den Kaktus in dünne Scheiben, die dann roh verzehrt, getrocknet oder als Tee zubereitet werden. Der Geschmack der Pflanze gilt als extrem bitter und intensiv. Dies führt in der Anfangsphase fast immer zu einer körperlichen Reaktion wie vorübergehender Übelkeit oder Erbrechen. In indigenen Kulturen wird dies als natürliche, notwendige Reinigung des Körpers angesehen.
Sobald diese Anfangsphase nach etwa einer Stunde abklingt, verwandelt sich die Erfahrung in eine intensive, farbenfrohe Reise, welche die Sinneswahrnehmungen grundlegend verändert. Alltagssorgen treten in den Hintergrund und machen Platz für tiefe innere Ruhe. Es ist ein langwieriger Prozess, der eine sichere Umgebung, einen nüchternen Begleiter (Tripsitter) und eine stabile geistige Gesundheit erfordert. Da das Mittel bestehende Stimmungen stark verstärken kann, wird bei einer Neigung zu Angstzuständen oder Depressionen dringend davon abgeraten, diesen Kaktus zu erkunden. Bewahre das Growkit und die Pflanzen jederzeit außerhalb der Reichweite von Kindern auf.