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THC ist der wichtigste psychoaktive Wirkstoff in Cannabis und sorgt für das typische High- oder Stoned-Gefühl. In diesem Artikel erfährst du, was THC genau ist, wie es im Körper wirkt, wie lange die Wirkung anhält und welche Risiken mit dem Konsum verbunden sind.
THC steht für Tetrahydrocannabinol. Es gehört zu den Cannabinoiden, also zu den Stoffen, die natürlicherweise in der Cannabispflanze vorkommen. Besonders die Blüten enthalten viele Cannabinoide und werden als Cannabisblüten verwendet oder zu Haschisch verarbeitet.
THC unterscheidet sich von vielen anderen Cannabinoiden vor allem durch seine psychoaktive Wirkung. Es kann unter anderem Entspannung oder Euphorie auslösen, aber auch das Zeitgefühl verändern, die Konzentration beeinträchtigen und die Reaktionsfähigkeit verlangsamen.
THCa ist die natürliche Vorstufe von THC. Frisches Cannabis enthält einen großen Anteil THCa, das nicht die für THC typische psychoaktive Wirkung hervorruft. Durch Erhitzen wird THCa teilweise in THC umgewandelt. Dieser Vorgang wird Decarboxylierung genannt und findet zum Beispiel beim Rauchen, Verdampfen oder Erhitzen beim Kochen statt.
THC wirkt über das Endocannabinoid-System, ein körpereigenes System, das unter anderem an Stimmung, Appetit, Gedächtnis, Schlaf und Schmerzempfinden beteiligt ist.
Innerhalb dieses Systems befinden sich verschiedene Cannabinoid-Rezeptoren. THC bindet vor allem an CB1-Rezeptoren, die besonders häufig im Gehirn und Nervensystem vorkommen. Dadurch verändert sich vorübergehend die Art und Weise, wie bestimmte Signale im Gehirn verarbeitet werden.

THC kann sowohl angenehme als auch unangenehme Wirkungen hervorrufen. Wie jemand darauf reagiert, hängt unter anderem von der Dosis, der bisherigen Erfahrung, der persönlichen Empfindlichkeit und der Umgebung ab, in der Cannabis konsumiert wird.
Häufige Wirkungen sind:
Eine höhere Dosis bedeutet nicht automatisch eine angenehmere Erfahrung. Zu viel THC kann stattdessen Schwindel, Übelkeit, Angst, Panik, Misstrauen oder Verwirrtheit auslösen. Eine solche unangenehme Erfahrung wird häufig als Bad Trip bezeichnet.
Beim Rauchen oder Vapen von Cannabis setzt die Wirkung normalerweise innerhalb weniger Minuten ein. In den ersten Stunden ist sie am stärksten und lässt anschließend nach und nach nach.
Bei Edibles wie Spacecake oder Gummies ist das anders. Das THC muss zunächst über den Magen und die Leber verarbeitet werden, weshalb es häufig 30 bis 90 Minuten dauert, bis die Wirkung spürbar wird. In der Leber wird THC unter anderem in 11-Hydroxy-THC umgewandelt.
Die Wirkung von essbaren Cannabisprodukten hält deshalb deutlich länger an. Während gerauchtes oder verdampftes Cannabis meist einige Stunden spürbar bleibt, können Edibles bis zu etwa 12 Stunden wirken.
Durch den verzögerten Wirkungseintritt sind Edibles schwieriger zu dosieren. Wer zu schnell nachlegt, weil zunächst noch keine Wirkung zu spüren ist, kann am Ende deutlich mehr THC aufnehmen als beabsichtigt und dadurch eine unangenehme Erfahrung machen.
THC kommt hauptsächlich in Cannabisblüten und Haschisch vor, kann aber auch Bestandteil von Edibles, Cannabisöl und Vape-Produkten sein. Die Art der Einnahme hat großen Einfluss darauf, wie schnell die Wirkung einsetzt und wie lange sie anhält.

THC ist psychoaktiv, CBD dagegen nicht. Beide Cannabinoide kommen in Cannabis vor, wirken im Körper jedoch unterschiedlich.
THC bindet stark an CB1-Rezeptoren im Gehirn und kann dadurch Bewusstsein und Wahrnehmung verändern. CBD, ausgeschrieben Cannabidiol, verursacht hingegen nicht den für THC typischen Cannabisrausch.

Nebenwirkungen von THC können bereits während oder kurz nach dem Konsum auftreten. Wie stark sie ausfallen, unterscheidet sich von Person zu Person und hängt unter anderem von der Dosis und der persönlichen Empfindlichkeit ab.
Häufige Nebenwirkungen sind:
Bei hohen Dosen oder bei Menschen, die besonders empfindlich darauf reagieren, kann Cannabis auch ernstere psychische Beschwerden auslösen oder verstärken.
Die Risiken des Cannabiskonsums hängen vor allem davon ab, wie viel und wie häufig konsumiert wird, in welchem Alter jemand damit beginnt, auf welche Weise Cannabis konsumiert wird und wie empfindlich die betreffende Person darauf reagiert.
Zu den wichtigsten Risiken gehören:
Auch die Konsumform spielt eine Rolle. Bei Edibles kann beispielsweise leichter unbeabsichtigt zu viel konsumiert werden, weil die Wirkung verzögert einsetzt.
Cannabis mit THC kann abhängig machen, allerdings entwickelt nicht jeder Konsument eine Abhängigkeit. Das Risiko steigt bei häufigem Konsum, einem frühen Einstiegsalter sowie bei langfristigem täglichem oder nahezu täglichem Konsum.
Bei regelmäßigem Konsum kann sich außerdem eine Toleranz entwickeln. Der Körper gewöhnt sich dabei an die Wirkung, sodass möglicherweise größere Mengen Cannabis nötig sind, um denselben Effekt zu spüren.
Mögliche Anzeichen für problematischen Konsum sind:
Wer viel und regelmäßig Cannabis konsumiert, kann beim Aufhören oder starken Reduzieren Entzugserscheinungen bekommen. Das betrifft nicht jeden, und auch die Stärke der Beschwerden kann unterschiedlich ausfallen.
Mögliche Beschwerden sind:
Die meisten Beschwerden werden mit der Zeit schwächer. Häufig nehmen sie innerhalb von ein bis zwei Wochen deutlich ab, wobei Schlafprobleme länger anhalten können.
Die psychoaktive Wirkung von THC hält normalerweise nur einige Stunden an. Abbauprodukte können jedoch wesentlich länger im Körper nachweisbar bleiben.
Wie lange genau, ist von Person zu Person unterschiedlich und hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
Bei regelmäßigem Konsum können Abbauprodukte länger nachweisbar sein als nach einmaligem Konsum. Ein positiver Test bedeutet deshalb nicht automatisch, dass eine Person zu diesem Zeitpunkt noch high ist.
Es gibt keine zuverlässige schnelle Methode, mit der sich THC unmittelbar aus dem Körper entfernen lässt.
Ja, es ist möglich, mehr THC aufzunehmen, als angenehm ist. Besonders bei Edibles kann das relativ leicht passieren, da die Wirkung verzögert einsetzt und deshalb manchmal zu schnell nachdosiert wird.
Zu viel THC kann Beschwerden wie Angst, Panik, Übelkeit, Schwindel, Paranoia und Verwirrtheit verursachen. Nimm in einer solchen Situation kein weiteres Cannabis zu dir und warte ab, bis die Wirkung nachlässt.
Konsumiere kein weiteres Cannabis und suche dir eine ruhige, vertraute Umgebung. Ein zu starkes High kann unangenehm sein, die Wirkung lässt in den meisten Fällen jedoch von selbst wieder nach.
Folgendes kann helfen:
Im Internet werden verschiedene Methoden genannt, mit denen sich ein Cannabis-High angeblich schnell stoppen lässt, zum Beispiel CBD, Mango oder schwarzer Pfeffer. Es gibt jedoch nicht genügend Belege dafür, dass solche Methoden die Wirkung von THC zuverlässig neutralisieren.
Bei starken Beschwerden, Bewusstseinsstörungen, Schmerzen im Brustbereich oder wenn du dir ernsthafte Sorgen machst, solltest du medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
Nein. THC kann unter anderem Reaktionsfähigkeit, Konzentration und Koordination beeinträchtigen und dadurch das Unfallrisiko erhöhen.
Auch wenn du dich nicht mehr high fühlst, können deine Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit noch beeinträchtigt sein. Fahre deshalb nicht, solange du noch Auswirkungen des Konsums bemerkst.
Noah van Knippenberg
Content-Spezialist Novus Fumus
Noah van Knippenberg schreibt für Novus Fumus über Anbautechniken, Pilze und Smartshop-Themen. Aus seiner Praxiserfahrung heraus übersetzt er komplexe Themen in zugängliche und zuverlässige Informationen.
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