Was ist CBD?

  • , Von Noah van Knippenberg
  • 3 min Lesezeit
Moleculaire structuur van CBD en THC naast een groen hennepblad op een donkere achtergrond bij Novus Fumus.

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol. Genau wie THC gehört es zu den bekanntesten Cannabinoiden, die natürlicherweise in der Cannabispflanze vorkommen.

In den vergangenen Jahren ist CBD immer beliebter geworden. Es wird in zahlreichen Produkten verarbeitet, darunter CBD-Öl, Kapseln, Gummies, Tee, Kosmetik und Cremes. Viele Menschen verwenden diese Produkte als Ergänzung zu ihrer täglichen Routine oder aufgrund möglicher Effekte auf beispielsweise Entspannung, Schlaf und körperliches Wohlbefinden.

Wie wirkt CBD im Körper?

CBD beeinflusst das Endocannabinoid-System, häufig kurz ECS genannt. Dabei handelt es sich um ein körpereigenes System, das an verschiedenen Prozessen beteiligt ist, darunter Schlaf, Stimmung, Schmerzwahrnehmung, das Immunsystem und motorische Funktionen.

Zum Endocannabinoid-System gehören unter anderem die Rezeptoren CB1 und CB2.

CB1-Rezeptoren befinden sich hauptsächlich im Gehirn und im zentralen Nervensystem. Sie spielen unter anderem eine Rolle bei Gedächtnis, Motorik und Schmerzempfinden.

CB2-Rezeptoren kommen vor allem in Teilen des Immunsystems vor und sind an verschiedenen körperlichen Prozessen beteiligt, darunter auch Entzündungsreaktionen.

THC kann sich direkt an diese Rezeptoren binden. CBD wirkt anders und beeinflusst das Endocannabinoid-System vor allem auf indirekte Weise. Wie dieser Mechanismus genau funktioniert und welche Auswirkungen er beim Menschen hat, wird weiterhin intensiv erforscht.

Molekülstruktur von CBD und THC neben einem Hanfblatt auf dunklem Hintergrund

Was ist der Unterschied zwischen CBD und THC?

CBD und THC kommen beide in Cannabis vor. Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass THC psychoaktiv wirkt. Dadurch kann man sich high oder stoned fühlen. CBD verursacht diesen Effekt nicht.

Lange Zeit wurde angenommen, dass CBD einige unerwünschte Wirkungen von THC, wie Angstgefühle oder paranoide Empfindungen, deutlich reduzieren kann. Neuere Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass dieser Effekt vermutlich geringer ist als früher angenommen – insbesondere bei den CBD-Mengen, die normalerweise in Cannabis vorkommen.

Welche CBD-Produkte gibt es?

CBD wird heute in vielen verschiedenen Formen angeboten. CBD-Öl ist wahrscheinlich die bekannteste Variante, doch darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten.

Dazu gehören unter anderem:

Es gibt sogar CBD-Produkte, die speziell für Tiere angeboten werden.

Wie wird CBD hergestellt?

CBD wird in der Regel aus Hanfpflanzen gewonnen, die vergleichsweise viel CBD und nur wenig THC enthalten.

Die Herstellung besteht grob aus mehreren Schritten. Zunächst werden Cannabinoide und andere Pflanzenbestandteile aus dem Pflanzenmaterial extrahiert. Dafür gibt es verschiedene Verfahren, darunter die CO2-Extraktion.

Anschließend kann der Extrakt weiter gereinigt werden. Für die Verwendung in CBD-Öl wird das fertige Extrakt meist mit einem Trägeröl wie Hanfsamenöl verdünnt.

Je nach Produkt können neben CBD auch andere Cannabinoide und pflanzliche Inhaltsstoffe enthalten sein.

Wofür verwenden Menschen CBD?

Menschen verwenden CBD aus ganz unterschiedlichen Gründen, beispielsweise zur Entspannung, bei Schlafproblemen, Stress oder körperlichen Beschwerden.

Für viele Anwendungsbereiche von CBD ist die wissenschaftliche Evidenz bislang noch begrenzt. Cannabidiol wird intensiv auf mögliche Einsatzgebiete untersucht, die Ergebnisse unterscheiden sich jedoch je nach Erkrankung, Dosierung und Studie.

Nahaufnahme einer Pipette mit CBD-Öl über einer braunen Glasflasche, im Hintergrund unscharfe Cannabisblüten

Wie schnell wirkt CBD?

Wie schnell jemand eine Wirkung von CBD wahrnimmt, kann von Person zu Person und je nach Anwendungsform unterschiedlich sein.

Bei CBD-Öl, das unter der Zunge gehalten wird, können die Inhaltsstoffe vergleichsweise schnell aufgenommen werden. Produkte, die zunächst den Verdauungstrakt passieren müssen, wie Kapseln oder Gummies, werden in der Regel langsamer aufgenommen.

Ist CBD sicher?

CBD wird von vielen Menschen gut vertragen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Anwendung völlig frei von Risiken ist.

Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem:

  • Müdigkeit
  • Trockener Mund
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Veränderungen des Appetits

Bei höheren Dosierungen können die Risiken zunehmen. Darüber hinaus ist bislang noch nicht vollständig geklärt, welche Auswirkungen eine langfristige Einnahme von CBD bei gesunden Menschen haben kann.

CBD und Medikamente

CBD kann beeinflussen, wie der Körper bestimmte Medikamente verarbeitet. Dadurch kann sich die Konzentration eines Arzneimittels im Blut verändern und das Risiko von Nebenwirkungen steigen.

Dies kann unter anderem bei bestimmten Schlaf- und Beruhigungsmitteln, starken Schmerzmitteln sowie anderen Medikamenten relevant sein, die über die Leber abgebaut werden.

Nimmst du Medikamente ein und möchtest CBD verwenden? Dann sprich vorher mit deinem Arzt oder Apotheker. Das ist besonders wichtig bei höheren Dosierungen oder wenn Leberprobleme bestehen.

Wird man von CBD high?

Nein. CBD ist nicht psychoaktiv und verursacht weder ein High- noch ein Stoned-Gefühl.

Noah van Knippenberg

Noah van Knippenberg

Content-Spezialist Novus Fumus

Noah van Knippenberg schreibt für Novus Fumus über Anbautechniken, Pilze und Smartshop-Themen. Aus seiner Praxiserfahrung heraus übersetzt er komplexe Themen in zugängliche und zuverlässige Informationen.

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