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Low-Stress-Training (LST) ist eine bewährte und sanfte Methode, um den Ertrag deiner Cannabispflanzen zu steigern. Dabei kontrollierst und optimierst du ihr Wachstum, ohne die Pflanze stark zu stressen. Das Ergebnis ist eine bessere Lichtverteilung und somit höhere Erträge.
LST ist eine Anbaumethode, bei der du die Zweige deiner Cannabispflanze vorsichtig biegst und fixierst. So lenkst du ihr Wachstum horizontal. Diese Technik unterbricht die natürliche Apikaldominanz der Pflanze. Das führt dazu, dass sich mehrere Haupttriebe entwickeln und Licht gleichmäßig auf alle Pflanzenteile trifft. Du nutzt den verfügbaren Raum und das Licht effizienter, was letztendlich den Gesamtertrag erhöht.
Vorbereitung: Stelle sicher, dass du weiche Pflanzenbinder, Gartendraht oder Pfeifenreiniger sowie Stützstäbe und gegebenenfalls Kabelbinder zur Hand hast.
Hauptstamm biegen: Beginne, indem du den Hauptstamm vorsichtig in eine horizontale Position biegst. Fixiere ihn mit den Pflanzenbindern oder dem Draht, um ihn in dieser Position zu halten.
Seitentriebe trainieren: Sobald die Seitentriebe wachsen, biegst du auch diese vorsichtig nach außen und fixierst sie, um eine gleichmäßige Verteilung zu erreichen.
Regelmäßige Anpassungen: Überprüfe regelmäßig das Wachstum der Pflanze und passe die Fixierungen entsprechend an. So behältst du die gewünschte Form bei und stellst sicher, dass alle Teile der Pflanze ausreichend Licht erhalten.
Unterstützung während der Blütephase: Während der Blütephase können die Blüten schwer werden. Stütze die Zweige bei Bedarf mit zusätzlichen Stäben oder Netzen, um ein Abbrechen zu verhindern.

Ertragssteigerung: Durch mehrere Haupttriebe und die gleichmäßige Lichtverteilung können deine Pflanzen mehr Blüten produzieren.
Platzoptimierung: LST hilft dir, den verfügbaren Anbauraum effizienter zu nutzen, indem du die Pflanze in die gewünschte Form bringst.
Verbesserte Lichtnutzung: Das horizontale Wachstum sorgt dafür, dass alle Teile der Pflanze ausreichend Licht erhalten. Das fördert Wachstum und Blütenbildung.
Schonende Methode: Im Gegensatz zu Methoden mit hohem Stress wie dem Beschneiden verursacht LST minimalen Stress für die Pflanze. Das Risiko von Wachstumsstörungen wird so reduziert.
Erhöhter Pflegeaufwand: LST erfordert regelmäßige Anpassungen und Kontrollen, um das gewünschte Wachstum zu gewährleisten.
Risiko von Schäden: Eine unsachgemäße Anwendung kann zu gebrochenen Stielen und Zweigen führen. Dies kann das Wachstum deiner Pflanze beeinträchtigen.
Abhängigkeit von genetischen Faktoren: Nicht alle Cannabissorten reagieren gleich gut auf LST, da einige von Natur aus steifere Stiele haben.
Längere Vegetationszeit: Da LST das Wachstum in bestimmte Richtungen lenkt, kann es in einigen Fällen zu einer längeren Vegetationsphase führen, bevor die Blüte einsetzt.
Durch eine sorgfältige Anwendung und regelmäßige Kontrolle kannst du die Nachteile von LST minimieren und die Vorteile optimal nutzen.
Der beste Zeitpunkt für Low-Stress-Training ist die frühe vegetative Phase, wenn deine Pflanze 4–6 Nodien entwickelt hat. Zu diesem Zeitpunkt sind die Zweige flexibel und leicht zu biegen. Ein früher Beginn sorgt für eine bessere Lichtverteilung, fördert die Photosynthese und steigert den Ertrag.
Je früher du mit LST beginnst, desto einfacher ist das Training, da junge Pflanzenstängel noch nicht verholzt sind. Beginnt das Training zu spät, können die Zweige spröde sein und leichter brechen. Daher sollte LST idealerweise abgeschlossen sein, bevor die Pflanze in die Blütephase übergeht.
LST kann oft noch kurz in die frühe Blütephase fortgesetzt werden. Große Anpassungen solltest du aber meist stoppen, sobald der sogenannte "Stretch" nachlässt. Danach konzentriert die Pflanze ihre Energie auf die Knospenproduktion. Ein gutes Zeichen für das Ende des intensiven Trainings ist, wenn die Pflanze nicht mehr stark in die Höhe wächst und die ersten Blüten sichtbar sind.
Es wird nicht empfohlen, LST während der Blütephase zu starten. Dies könnte unnötigen Stress verursachen und das Wachstum der Blüten negativ beeinflussen. Falls eine Anpassung notwendig ist, sollte sie so sanft wie möglich erfolgen, um die Pflanze nicht zu belasten.
So früh wie möglich beginnen: Der beste Zeitpunkt ist während der ersten Wachstumswochen, wenn die Pflanze jung und flexibel ist.
Sortenwahl beachten: Kräftig wachsende Sorten wie Amnesia Haze oder Super Silver Haze eignen sich besonders gut.
Regelmäßige Kontrolle: Überwache das Wachstum regelmäßig und nimm Anpassungen vor.
Weiche Hilfsmittel nutzen: LST-Clips oder Pflanzenbinder minimieren Schäden an den Zweigen.
Licht optimal nutzen: Eine gleichmäßige Triebanordnung maximiert die Lichtausbeute und steigert die Effizienz des Trainings.
Autoflowering-Pflanzen unterscheiden sich von photoperiodischen Sorten durch ihre kürzere Lebensdauer und ihren festen Blütezyklus. Daher ist das Timing beim Low-Stress-Training besonders entscheidend.
Optimales Timing: Autoflower-Pflanzen gehen innerhalb von 2–4 Wochen nach der Keimung in die Blüte über. Daher sollte das Training möglichst früh beginnen, idealerweise in der ersten oder zweiten Woche der vegetativen Phase.
Schonendes Vorgehen: Autoflower-Pflanzen haben eine begrenzte Erholungszeit. Ein sanftes und vorsichtiges Biegen der Triebe ist daher essenziell. Starkes Biegen oder zu häufiges Anpassen kann das Wachstum beeinträchtigen.
Geeignete Sorten: Einige moderne Autoflowering-Sorten wie Northern Lights Automatic oder Royal Haze Automatic sind besonders gut für LST geeignet. Sie zeigen kräftiges Wachstum und eine stabile Struktur.
Unterstützende Techniken: Der Einsatz von LST-Pflanzenclips oder Spaliernetzen kann helfen, das Training effizienter zu gestalten, ohne die Pflanze zu stressen.
LST (Low-Stress-Training) und HST (High-Stress-Training) sind zwei verschiedene Techniken zur Pflanzenmanipulation. Sie haben jeweils unterschiedliche Auswirkungen auf das Wachstum und die Erträge.
Methode:
LST: Schonendes Biegen und Fixieren der Triebe ohne direkte Verletzung der Pflanze.
HST: Umfasst Techniken wie Topping, FIM-Trimmen oder Supercropping. Diese verursachen gezielt Verletzungen, um das Wachstum zu steuern.
Auswirkungen auf die Pflanze:
LST: Fördert eine gleichmäßige Lichtverteilung und verbessert die Nutzung des vorhandenen Raums, ohne das Wachstum stark zu beeinträchtigen.
HST: Führt zu verstärktem Stress, wodurch die Pflanze eine längere Erholungszeit benötigt. Es können aber auch potenziell größere Erträge erzielt werden.
Erholungszeit:
LST: Die Pflanze benötigt kaum Erholungszeit und kann ihr Wachstum fast ununterbrochen fortsetzen.
HST: Aufgrund der verursachten Verletzungen muss die Pflanze Zeit aufwenden, um beschädigte Stellen zu regenerieren.
Eignung für Autoflowers:
LST: Besonders gut für Autoflowers geeignet, da diese eine begrenzte Lebensdauer haben und keine Zeit für lange Erholungsphasen aufbringen können.
HST: Weniger geeignet für Autoflowers, da der Stress ihre Wachstumszeit verkürzen und den Ertrag verringern kann.

Nicht alle Cannabissorten reagieren gleich gut auf Low-Stress-Training. Einige Sorten besitzen genetische Eigenschaften, die sie besonders geeignet machen. Wenn du die passenden Hanfsamen kaufen möchtest, die gut für LST geeignet sind, achte auf die folgenden Merkmale:
Genetische Stabilität: Sorten mit robustem Wachstum und stabiler Struktur sind ideal für LST.
Hohe Stretchtendenz: Pflanzen, die dazu neigen, in die Höhe zu wachsen, profitieren besonders von LST. Ihr Wachstum wird so effizient umverteilt.
Geeignete Sorten für LST:
Amnesia Haze: Kräftiges Wachstum, reagiert gut auf Biegen und Fixieren.
Shining Silver Haze: Stabile Struktur mit hoher Resistenz gegen Stress.
Super Silver Haze: Besonders geeignet für Trainingstechniken aufgrund ihres starken vegetativen Wachstums.
Northern Lights Automatic: Kompakte Autoflower-Sorte, die gut auf sanftes Biegen reagiert.
Royal Haze Automatic: Hohe Ertragschancen mit verbessertem Lichtmanagement durch LST.
Generell kann LST bei fast jeder Sorte angewendet werden. Die oben genannten Sorten zeigen jedoch besonders gute Ergebnisse und erleichtern den Anbau für Anfänger und Fortgeschrittene.
Geduld haben: LST erfordert Zeit und regelmäßige Pflege. Sei geduldig und beobachte das Wachstum deiner Pflanze genau, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Sanft vorgehen: Vermeide es, die Zweige zu stark zu biegen oder zu verdrehen, um Verletzungen zu verhindern. Verwende unterstützende Hilfsmittel wie LST-Clips oder Pflanzennetze, um das Training noch schonender zu gestalten.
Kontinuierliche Überwachung: Achte auf Anzeichen von Stress oder Schäden an der Pflanze und passe deine Technik entsprechend an. LST ist ein fortlaufender Prozess, der regelmäßige Anpassungen erfordert.
Kombination mit anderen Techniken: Erfahrene Züchter kombinieren LST oft mit Methoden wie Topping oder ScrOG (Screen of Green), um die Lichtnutzung zu optimieren und noch bessere Erträge zu erzielen.
Low-Stress-Training ist eine effektive und schonende Methode, um den Ertrag von Cannabispflanzen zu steigern und das Wachstum optimal zu steuern. Besonders bei Autoflowers ist das Timing entscheidend, um die Vorteile von LST voll auszuschöpfen. Durch die Anwendung dieser Technik kannst du das volle Potenzial deiner Pflanzen ausschöpfen und qualitativ hochwertige Blüten ernten. Mit Geduld und regelmäßiger Pflege ist LST eine lohnende Praxis für jeden Cannabiszüchter.
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Noah van Knippenberg
Content-Spezialist Novus Fumus
Noah van Knippenberg schreibt für Novus Fumus über Anbautechniken, Pilze und Smartshop-Themen. Aus seiner Praxiserfahrung heraus übersetzt er komplexe Themen in zugängliche und zuverlässige Informationen.
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